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Friedrich von Bodelschwingh d.Ä. (6.3.1831 - 2.4.1910)

Friedrich von Bodelschwingh d.Ä.

 

 

Fr. von Bodelschwingh war zunächst Landwirt in Pommern. Nach dem Theologiestudium ging er als Pfarrer in eine deutsche Gemeinde nach Paris (1858-1864), wo er sich um deutsche Gastarbeiter kümmerte. 1872 wurde er Leiter der "Rheinisch-Westfälischen Anstalt für Epileptische" in Bielefeld, die er in den folgenden Jahren zu einer "Stadt der Barmherzigkeit" (Bethel) erweiterte. Für die Arbeit in Bethel bildete er Schwestern im Diakonissen-Mutterhaus Sarepta und Diakone im Brüderhaus Nazareth aus.

 

Für Nichtseßhafte schuf er Arbeiterkolonien, in denen sie Unterkunft, Arbeit und Geborgenheit fanden.

1905 gründete er die "Theologische Schule" in Bethel, damit die jungen Theologen neben ihrem Studium den "Dienst der Liebe" praktisch kennenlernen konnten.

Auch Missionsarbeit war ihm ein Anliegen (1890 Ostafrikamission).

 

Im Alter von 78 Jahren nahm er ein Mandat im Preußischen Landtag an in der Hoffnung, die gesetzliche Regelung für die Fürsorgearbeit zu erreichen. Sie wurde nur zum Teil durch das 1907 erstellte "Wanderarbeitsstättengesetz" erfüllt.

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